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Was ist ein Korinthenkacker?

Oftmals werden Menschen, die besonders pingelig sind mit dem Begriff „Korinthenkacker“ etwas abwertend bezeichnet. Mit diesem Begriff wird ihre genaue und kleinkarierte Art bezeichnet, die den Menschen, der den Begriff „Korinthenkacker“ nutzt, stört. Die Wortwahl selbst ist eine verbildlichte Darstellung des Charakterzuges und soll so deutlich machen, wie man den Menschen, der ein Korinthenkacker ist sieht. Oftmals wird dieser Begriff auch mit eher negativen Aspekten betrachtet und kann somit auch schnell als annähernde Beleidigung gedeutet werden.

Korinthen und Ihr Bezug zum Menschen

Das Sprichwort des Korinthenkackers wird besonders schnell auf sehr „Etepetete“ Menschen angewandt. Eine Korinthe ist eine kleine getrocknete und kernlose Traube. Diese Traubensorte stammt aus der Stadt Korinth und ist die kleinste

Als Korinthenkacker wird eine extrem pingelige Person beschimpft

Als Korinthenkacker wird eine extrem pingelige Person beschimpft

Rosine, die bekannt ist. Ein Korinthenkacker legt somit sehr viel Wert auf besonders kleine und detaillierte Aspekte. Oftmals nutzt man den Begriff für Menschen, die Ihre Aufgaben so präzise und penibel wie möglich erfüllen möchten. Schnell wird dies als übergenau aufgefasst, weswegen der übergenaue Mensch schnell mit diesem Begriff bezeichnet wird. Das Anhängsel „Kacker“ an Korinthenkacker möchte deutlich machen, dass selbst beim Koten, einer Tätigkeit, die eigentlich keinerlei Präzision erfordert, eine genaue Richtlinie eingehalten wird. Nur die kleinsten und perfektesten Korinthen werden somit ausgeschieden, was den Kot extrem feingliedrig macht. Durch diese Begriffserläuterung lässt sich auch schnell erkennen, wieso der Begriff als nicht all zu freundlich angesehen wird. Als Synonym wird oftmals der Begriff des „Erbsenzählers“ genutzt. Dieser hat dieselben pingeligen Eigenschaften und möchte auch alle Aufgaben bis ins kleinste Detail richtig erledigen.

Korinthenkackerei als Syndrom

Doch nicht immer handelt es sich bei dieser Charaktereigenschaft nur um eine lästige Angewohnheit. Bei der anankastischen Persönlichkeitsstörung wird vor allem die „Korinthenkackerei“ als häufigstes Symptom gewertet. Hierbei hat sich die perfektionistische und starrhaftige Art zu einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung entwickelt, was einer dringendsten Behandlung bedarf. Die Betroffenen nehmen sich ständig neue Aufgaben vor und wollen diese unbedingt so genau wie möglich durchführen. Bei Misserfolg leiden die Patienten dann schnell an einem sehr geschwächten Selbstbewusstsein. Zudem verlangen die Betroffenen von ihren Mitmenschen, dass diese all ihre Prioritäten den Wünschen und dem Starrsinn des Betroffenen unterordnen. So wird das Verhalten des „Korinthenkackers“ zu einem sehr anstrengenden Leiden für Mitmenschen des Betroffenen.